Rezepturen

Gibson.

Kevin Gray ist ein freiberuflicher Autor aus Dallas, der sich auf Essen, Trinken und Reisen spezialisiert hat. Er berichtet seit 2009 über Spirituosen und Cocktails.

gibson cocktail with two skewered onions, served on a round tray

Liquor.com / Tim Nusog

Es gibt unzählige Möglichkeiten, den klassischen Martini auf die Schippe zu nehmen, von bewährten Varianten wie dem 50/50 und dem Dirty Martini bis hin zu dubiosen “Tinis”, bei denen Spirituosen und Zuckermixer in einem Glas mit Beinen kombiniert werden. Aber eine der besten Variationen ist auch die am einfachsten zuzubereitende, da sie nur eine bestimmte Garnitur benötigt, um sich von allen anderen Martinis zu unterscheiden.

Der Gibson wird mit Gin und trockenem Wermut zubereitet, ohne Oliven oder Zitrone, und mit eingelegten Zwiebeln garniert. Diese salzigen Zwiebeln zieren das Glas, und nur der Gibson verleiht dem klassischen Cocktail Umami.

Obwohl die Ursprünge des Drinks nicht ganz klar sind, könnte der Gibson von dem Geschäftsmann Walter D.K. Gibson aus San Francisco in den späten 1800er Jahren im Bohemian Club kreiert worden sein. Der Gibson wurde erstmals 1908 in einem Buch von William Boothby, Drinks of the World and How to Mix Them, veröffentlicht. Später wurde Gibson jedoch eher dafür bekannt, was er ausschloss, als was er hinzufügte. Zu jener Zeit war es üblich, einem Martini einen oder zwei Bitterstoffe hinzuzufügen. Gibsons wurden ohne Bitterstoffe hergestellt, und die erforderlichen Zwiebeln wurden erst Jahre später streng mit dem Getränk in Verbindung gebracht.

Traditionell wird ein Gibson mit Gin zubereitet, aber als der Wodka im Laufe der Jahrzehnte den Thron der Gin-Pflanze eroberte, wurden Gibsons mit Wodka-Infusion immer häufiger. Sie können Ihre Lieblingsspirituose wählen. Der trockene, spritzige Gin verleiht dem Cocktail seinen eigenen Charakter, während der milde Wodka gegenüber den anderen Zutaten in den Hintergrund tritt.

Eine Möglichkeit, diesen dreiteiligen Drink wirklich individuell zu gestalten, ist die Herstellung eigener eingelegter Zwiebeln. Wie so oft in Cocktailbars ist das auch hier ganz leicht zu bewerkstelligen. Die meisten Rezepte verlangen nur das Einweichen oder Kochen einer Handvoll Cocktailzwiebeln in einer Salzlake aus Essig, Zucker und Beizgewürzen. Wenn Sie die Zwiebeln selbst zubereiten, wird die Gibson-Garnitur frisch und knackig und verleiht dem Getränk Tiefe und Komplexität und nicht die künstliche Süße, die man oft in Flaschenversionen findet. Sobald Sie die Zwiebeln zubereitet haben, brauchen Sie nur noch Gin und trockenen Wermut, und schon können Sie diesen unterschätzten Klassiker genießen.

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