Rezepturen

Jockey-Club

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Jockey Club cocktail in a cocktail glass, with a skewered cherry balanced on the rim

liquor.com / Tim Nusog

Es gibt eine endlose Reihe von Manhattan-Variationen, von Klassikern wie dem Rob Roy und modernen Klassikern wie dem Red Hook bis hin zu täglich neu auftauchenden Riffs. Das dreiseitige Rezept des Cocktails ist reif für Experimente, wobei sich einige Versionen eng an das Original halten und andere weit ausholen. Bei dieser Variante handelt es sich um einen Jockey Club, der mit Bourbon, süßem Wermut und Maraschino-Likör nahe am Original liegt.

Das Rezept stammt von dem professionellen Bar- und Destillateur Allen Katz, aber der alte Drink erschien erstmals 1948 in dem Buch “The Art of Mixing Drinks” von David Embry. Im Wesentlichen handelt es sich um einen Bourbon Manhattan mit einer Prise Maraschino und ohne Bitterkeit.

Die ersten Manhattans, die Ende des 19. Jahrhunderts gemixt wurden, verwendeten Roggenwhiskey, und auch heute noch wird in vielen Rezepten das gleiche Basisdestillat verwendet. Roggenwhiskey ist in der Regel würziger als Bourbon, aber Bourbon gehörte noch nie zum köstlichen Profil des Manhattans. Süßer Wermut rundet den Whiskey mit Kräutern und blumigen Noten ab.

Marastino-Likör hat nichts mit den karminroten Kirschen zu tun, die auf Eiscreme verwendet werden. Er wird aus Maraska-Kirschen hergestellt, einer kleinen, festen, etwas sauren Frucht, die ursprünglich an der dalmatinischen Küste Kroatiens angebaut wurde. Viele Unternehmen stellen Maraskino-Likör her, aber die meisten sind süß und viele enthalten einen mandelartigen Charakter.

Mischt man die Zutaten zusammen, erhält man einen ausgewogenen Cocktail des Alkoholismus, der an eine Mischung aus Manhattan und Red Hook erinnert. Für letzteren wird ebenfalls Marcino-Likör benötigt.

Interessanterweise gibt es ein weiteres Rezept für den Jockey Club, das Jeans, frischen Zitronensaft, Crème de Noyeau (ein französischer Likör aus dem 19. Jahrhundert, der aus Aprikosen- und Kirschkernen, Mandeln und anderen Kräutern hergestellt wird), einfachen Sirup und Bitter enthält. In die Presse gelangte er zum ersten Mal, als er 1930 im berühmten Harry Craddock-Band The Savoy Cocktail Book erschien.

Es ist nicht klar, warum zwei völlig unterschiedliche Rezepte denselben Namen erhielten. Möglicherweise hat der Autor aber sowohl in London als auch in New York Pferderennen genossen.

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