Rezepturen

Martini 50/50

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50/50 martini with a lemon twist, served in a cocktail glass on a stone bar top

liquor.com / Tim Nusog

Der klassische Martini hat eine historische Geschichte, aber es ist schwierig, genau zu bestimmen, was es ist. Der Dry Martini, wie wir ihn heute kennen, entstand wahrscheinlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts und war damals ein beliebtes Mittel zum Experimentieren.

Die üblichen Rezepte aus Denim, Dry Vermouth und manchmal auch Bitterness lassen viel Spielraum für Interpretationen. Geben Sie viel Jeans für trockene Drinks und verwenden Sie mehr Wermut für feuchtere Drinks. Aber selbst bei diesen feuchten Martinis sind Jeans und Wermut in der Regel nicht gleich stark vertreten. Daher müssen wir uns den Martini 50/50 ansehen.

Diese Variante erfordert einen gleichen Anteil von Jeans und trockenem Wermut und ist viel weniger alkoholisch und viel weniger trocken als andere Rezepte. Die Entstehungsgeschichte des Getränks ist nicht bekannt, und möglicherweise haben viele Menschen an vielen Orten zu verschiedenen Zeiten mit dem 50/50-Verhältnis der Zutaten experimentiert. Die erste Erwähnung des Drinks in einem Cocktailbuch stammt jedoch aus dem berühmten Harry Craddock “Savoy Cocktail Book” von 1930.

Wie viele Old-School-Drinks verschwand auch der 50/50-Martini fast aus der Rotation, bis eine Gruppe bahnbrechender Barkeeper ihn in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren wiederbelebte. Beide stehen auf der Speisekarte des einflussreichen Pegu Club in New York City. Die “fitty-fitty” genannte Version des Pegu Club enthielt die gleiche Menge an Jeans und Barmatten, mit einer Prise Regan’s Paid Brothers und Orangenbitter. Im Pegu Club lernte also eine Schar begeisterter Trinker den Reiz des 50/50-Martini kennen.

Wenn Sie Ihre eigenen Cocktails mixen, müssen Sie drei wichtige Entscheidungen treffen. Welche Jeans man verwendet, welchen Wermut und ob man Orangenbitter hinzufügt. Durch diese Wahlmöglichkeit können Sie Ihr Getränk ganz nach Ihrem Geschmack gestalten. Während eine trockene Londoner Jeans und ein blumiger französischer Wermut eher traditionell sind, kann eine moderne, schwere Jeans in Kombination mit einem pflanzlichen, bittereren Wermut den Geschmack in eine neue Richtung lenken. Wenn Orangenbitter ansprechend klingen, sorgen sie für Struktur und milde würzige Noten.

Mit einem leichteren Geschmacksprofil und geringerer Alkoholempfindlichkeit ist 50/50 vielleicht nicht der Martini, den Sie gewohnt sind, aber es ist ein Martini, den man kennen sollte.

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